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    <title>Slowmotiongroschen</title>
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    <dc:publisher>_Robin_</dc:publisher>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
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    <title>Slowmotiongroschen</title>
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    <title>You´re dangerous, cause you´re honest</title>
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    <description>Möglicherweise bin ich zu ehrlcih. Nicht nur möglicherweise, sondern bestimmt. Ich habe mir zu oft schon das Leben schwer gemacht, weil ich sagte, was ich denke.</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://slowmotiongroschen.twoday.net/topics/Jammertal&quot;&gt;Jammertal&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-26T21:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/1957357/">
    <title>have you ever wanted something so badly?</title>
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    <description>Ich bin es müde, ständig mit Menschen zu tun zu haben, die glauben, nicht vertrauen zu können. Vertrauen ist ein Vorsatz, wie es Vorsatz ist, treu zu bleiben. Vertrauen bedeutet sich öffnen, einen anderen Menschen an sein innerstes heranzulassen, sich verletzlich zu machen. Natürlich hat das mit Selbstwertgefühl zu tun und mit Erfahrung. Verdammt, ich hätte allen Grund, nie wieder jemandem in meinem Leben zu vertrauen und öffne mich doch immer wieder. Weil nur dann Begegnung stattfindet und nur dann der Augenblick geschieht. Es ist wie alles im Leben ein Risiko. Entweder gewinnt man oder verliert. Doch nur das zählt. Wer aus Angst vermeidet, wird weder gewinnen, noch verlieren. Er wird sich auf der Stelle bewegen, seine Seele langsam sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich scheine gerade diese Sorte Mensch anzuziehen. Vielleicht ist es faszinierend, meine Offenheit und meinen Wunsch nach Berührung der Seele zu beobachten. Oder es ist der Wunsch, dies ebenfalls zu können. Dann wiederum ist es abschreckend, beängstigend, sobald man sich darauf einlässt. Zu viel steht auf dem Spiel. Sich verlieren und vertrauen, aufgefangen zu werden. Ich habe noch nie das Vertrauen eines Menschen missbraucht. Habe ich es, oberflächlich betrachtet, verletzt, so geschah dies nur aus einer intensiven Abwägung der Konsequenzen. Wenn ich über diese Grenze gehe, bin ich der festen Überzeugung, keine Alternative zu haben. Ich nehme in Kauf, abgelehnt zu werden, weil es nicht um mich geht. Es geht um mein Gegenüber, dessen Wohl mir am Herzen liegt. Es geht um eine Seele, die ich sehe und deren Schönheit ich anerkenne. Es tut verdammt weh, über diese Grenze zu gehen, selbst wenn ich allen Grund dafür habe. Ich spüre dieselbe Wut, dieselbe Trauer und Enttäuschung wie der Mensch, der nun von mir schlecht denkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich öffnen ist das schönste Geschenk, das man sich, seinem Gegenüber und dem Leben machen kann. Bitte Mensch, verschließe Dich nicht. Baue keine Mauern um Dein Herz, sondern lebe das, was Dir gegeben ist.</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://slowmotiongroschen.twoday.net/topics/Jammertal&quot;&gt;Jammertal&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-13T01:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/1957117/">
    <title>This is a fucking freakshow</title>
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    <description>So ein Traum, völlig wirr und völlig krank:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gehe mit meinem neuen Freund in seine Wohnung. Wohnt in einer Einliegerwohnung. Kommt man nur hin, wenn man den Eingang zur Wohnung der Eltern betritt. Dann die Treppe runter. Die Eltern sind da. Vater bietet an, eine Flasche Rotwein zu öffnen. Ich lehne ab mit den Worten &quot;ich trinke keinen Rotwein&quot;. Bin gespannt, ob er sie dennoch öffnet, weil das dann nichts mit Gastfreundschaft zu tun hat, sondern mit Sucht. Er macht die Flasche auf und kippt sich ein Glas in einem Zug runter. Seine Frau steht daneben. Tut so, als wäre nichts gewesen. Macht einen ziemlich gebildeten Eindruck. Gut gekleidet und sehr intelligent. Kam grade aus dem Konzert. Sie öffnet die Terrassentüre und geht. Meine Oma (die andere) steht plötzlich am Tisch und hebt den Pullover. Ist mir echt peinlich. Dann beginnt sie, sich auszuziehen. Findet das wahnsinnig lustig. Der Vater vom Freund und sie lachen. Ich renne die Treppen runter und warte auf der untersten Stufe bis mein Freund die Türe aufsperrt. Mir laufen Tränen die Wangen herunter. Frage ihn, wieso er noch bei den Eltern wohnt. Antwortet, er könne sich den Umzug nicht leisten. Ich vermute, das ist nur eine vorgeschobene Behauptung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;I wanna wake up. Please make me wake up and stop these nightmares!&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://slowmotiongroschen.twoday.net/topics/Jammertal&quot;&gt;Jammertal&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-12T22:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/1952229/">
    <title>i ain&apos;t ever found peace at the bottom of a glass</title>
    <link>http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/1952229/</link>
    <description>Warum-Fragen sind doof. Sie bringen einen nirgendwohin. Man tritt einfach eine Weile auf der Stelle. Irgendwann ist das Gras dann platt, der Teppich abgelaufen. Dann muss man ein kleines Stück weitergehen. Bis man auch da auf dem Teppich bleibende Trittspuren hinterlässt. So ist das einfach. Wenn es noch irgendwie weitergeht, wird man sich keinen Millimeter von der Stelle bewegen. In eiin funktionierendes System - und sei es auch nur oberflächlich funktionierend - sollte man nicht eingreifen. Blöder Anwenderspruch, weil von nix Ahnung und das kaschieren wollen. Wieso nicht einfach in die Lehre gehen? Das Leben bietet eine ganze Menge von diesen Qualifikationsseminaren an. Man muss sich nur irgendwann anmelden. Und hingehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeden Tag neu entscheiden. Neuer Tag, neues Glück. Faîtes vos jeux. Da hilft nicht &quot;ich kann nicht anders&quot; und &quot;ich bin eben so&quot;. Hilft nix, sich mit Feigheit zu entschuldigen. Einfach machen. Ändern. Probieren. Aber dazu wird es nicht kommen. Der Teppich bietet noch einige Flusen zum Durchtreten. Und unter dem Teppich ist ja noch Beton. Den kriegen wir auch noch durch. Man muss nur lange genug herumtreten. Steter Tropfen... macht krank. Irgendwann wird sich die Seele das nämlich nicht mehr gefallen lassen. Die Seele das ist so ein Kumpeltyp. Hat keinem was getan. Wird trotzdem jeden Tag geprügelt. Irgendwann reicht´s der. Dann verabschiedet die sich. Sagt auf Wiedersehen. Tschüss. Mach´s gut. &lt;i&gt;Heee, das kannste nicht bringen, einfach so abhauen. Och, ich hab ne Urlaubsvertretung. Der Typ ist auch ganz okay. Also gut, mach ich halt mit der Urlaubsvertretung weiter.&lt;/i&gt; Die ist aber nicht so fit. Braucht ständig Unterstützung von anderen. Hat keine Ahnung von nix aber ne Menge Freunde, die sie fragen kann. Allmählich nervt das mit der Fragerei am Telefon. Also nisten die sich auch ein. Plötzlich hat man statt &lt;b&gt;einer&lt;/b&gt; Seele eine Urlaubsvertretung mit zig Besserwissern im Schlepptau. Und da wunderst Du Dich noch, dass Du nicht weißt, was Du willst und suchst?</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://slowmotiongroschen.twoday.net/topics/Jammertal&quot;&gt;Jammertal&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-11T23:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/1908167/">
    <title>Unter den Blinden ist der Einäugige König</title>
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    <description>&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;Love is blindness&lt;br /&gt;
I don&apos;t want to see&lt;br /&gt;
Won&apos;t you wrap the night&lt;br /&gt;
Around me?&lt;br /&gt;
Oh my love&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[U2]&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe macht blind, sagt der Volksmund. Aber der sagt auch sonst viel dummes. Ich erinnere nur an die Sprüche über das Wetter &lt;i&gt;Kräht der Hahn auf dem Mist...&lt;/i&gt; Mich hat Liebe noch nie blind gemacht. Ich habe vom ersten Moment an gesehen, womit ich es zu tun habe, um es dann entweder erfolgreich zu verdrängen oder mit anderen Augen zu sehen. Das waren dann diese Saint-Exupery Augen. Man kennt seine abgedroschenen und von hoffnungslosen Esoterikerinnen gerne zitierten Sprüche. Genau, ich meine die mit dem Herzen und so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun die Verdrängung zunächst erfolgreich war, so war sie es meist nur bis zum bitteren Ende. Dann wird  einem die Augenmaske brutal von Herrn Realität und Frau Desillusion heruntergerissen. Und man steht da, blinzelt ein wenig gegen die Sonne und weiß nicht so recht, was man sagen soll. Man stammelt irgendwas von &lt;i&gt;das habe ich so nicht gewollt&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;ich konnte nicht anders&lt;/i&gt; und meint, damit entschuldigt zu sein. Frau Desillusion kann man damit nichts vormachen und dem Herrn Realität schon gleich gar nicht. Die sind erbarmungslos. Natürlich hat man es besser gewusst und hätte demnach auch anders können. Natürlich wollte man es genau so. Wie denn sonst? Etwa nicht so, wie man Wochen, Monate oder gar Jahre gewollt hat? Machen wir uns nichts vor. Insgeheim lechzen wir doch nach Bestrafung, wie das kleine Kind, das eine Münze aus der väterlichen Geldbörse gemopst hat und mit schokoladenverschmiertem Mund heimkommt. Genau, es hat nicht mal seinen Mund abgewischt und nein, das geschah nicht aus Dummheit, sondern weil es insgeheim etwas bestimmtes bezwecken wollte. Es wollte erwischt werden. Nur dann hat die Mama auch mal Zeit für ein längeres Gespräch ausserhalb der gewöhnlichen Ermahnungen und nur dann kann man dem müden Papa abends auch mal Gefühle entlocken. Ausserdem gibt es nichts schöneres, als nach der Schelte in den Arm genommen zu werden und gesagt zu bekommen, dass man ja liebgehabt wird und die Standpauke nur deswegen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkwürdig, dass wir alle immer wieder zu kleinen Kindern mutieren, wenn es um Herzensangelegenheiten geht, wo wir doch tagein, tagaus ach so erwachsen tun. Erwachsen sein, heisst Verantwortung für sich und andere - in erster Linie jedoch für sich - zu übernehmen und nicht, das kleine Kind in sich so lange niederzuprügeln, bis es endlich still zu sein scheint. Im Niederprügeln sind die sogenannten Pazifisten und Antiautoritären besonders gut. Der landläufige Terminus dafür heisst Verdrängung. So ein Verhalten ist alles andere als erwachsen. Das kleine Kind wird sich nämlich melden, sei es in Form von Träumen, von psychosomatischen Beschwerden oder sonstwie. Es möchte gehört werden und liebgehabt, selbst wenn es dazu vorher böse Dinge tun muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, was schreibe ich da. Im Grunde ist es völlig egal, ob ich es mir tausendmal vorsage oder nicht, ich werde dennoch manche Fehler immer wieder machen, werde mir im Nachhinein einreden, dass das eine gute Erfahrung war und ich jetzt genau weiß, was Sache ist und es dann doch wieder tun. Ich bin nur ein kleiner Mensch, der liebgehabt werden will.</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://slowmotiongroschen.twoday.net/topics/Jammertal&quot;&gt;Jammertal&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2006-05-02T22:52:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/897358/">
    <title>Hasch mich</title>
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    <description>Nein, bloggen ist nicht schwer. Man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen, um die täglichen absurden Szenen genau zu studieren. Jeden Tag finden um einen herum hunderte von komischen Zwischenfällen statt, über die man schreiben kann. Die Frage lautet  nur, ob das Schreiben darüber an sich Spaß macht. Manchmal bin ich schlichtweg zu faul, um auch nur einen Finger zu krümmen. Wenn ich Texte verfasse, habe ich drei Möglichkeiten, sie ins Netz zu stellen und manchmal fällt mir diese Entscheidung schwer. Heute mal wieder hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In letzter Zeit habe ich viele Filme geschaut, der letzte war vorgestern. &quot;What women want&quot; hieß der. Eine uralte Schnulze, wenn man bedenkt, wieviele Filme jährlich den Markt fluten. Im Großen und Ganzen seichte Unterhaltung, teilweise witzige Einfälle und somit netter Zeitvertreib. Dieser Typ, der plötzlich die Gedanken von Frauen in seiner näheren Umgebung hören kann, trifft sich mit einer erfolglosen Schauspielerin, die ihre Brötchen in einem Coffeeshop verdient. Und dann ist da diese Szene, die mir nicht aus dem Kopf geht. Die Beiden stehen vor ihrer Wohnungstüre und sie weiß nicht, ob sie ihn mit raufnehmen soll oder nicht. Im Grunde will sie Sex mit ihm haben aber wenn sie beim ersten Date Sex mit ihm hat, befürchtet sie, als leicht zu haben eingestuft zu werden.&lt;br /&gt;
Typisch amerikanisch, sage ich da nur. Ich meine hallo, wie naiv muss man als Mann sein, um zu glauben, dass eine Frau Ende Zwanzig nicht bereits mehrere Liebhaber in ihrem Leben hatte. Selbst wenn es ihr gelingen sollte, ihn von ihrer Jungfräulichkeit zu überzeugen, wüsste er spätestens nach vollzogenem Akt, dass sie sich ihre Betterfahrung sicher nicht angelesen hat. Das weitere Argument lautet, sich durch geziertes Verhalten interessanter für den jagenden Mann zu machen. Ich glaube jedoch, dass das Ergebnis dasselbe wäre. Ein Mann mit stark ausgeprägtem Jagdinstinkt mag beim dritten Treffen stärkeres Interesse als beim ersten Mal verspüren, doch spätestens wenn er die Beute erlegt hat, ist das Interesse geschwunden.&lt;br /&gt;
Also Frauen, lasst doch einfach diese Spielchen sein. Entweder man kann mit ein wenig Menschenkenntnis sein Gegenüber einschätzen oder man wird sie spätestens nach mehreren Bettgeschichten, auf die keine Fortsetzung folgte, erworben haben. Der einzige Effekt solcher Gedankenspielchen ist der Tod jeglicher Spontanität. Und selbst wenn sie sich noch so sehr zusammenreißt, um nicht bei ihm anzurufen, wird er irgendwann feststellen, dass sie im Grunde klammert. Denn das ist es doch, was Frauen wirklich wollen: das Gefühl, verstanden zu werden. Dazu ist unumgänglich, sich nicht zu verstellen und ehrlich zu sein. Aber weil das so viele noch nicht begriffen haben, sind Filme wie dieser oder SatC so erfolgreich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich mich noch ein wenig desensibilisiere, kann ich bald Krimis und Nervenfilme anschauen. Die sind wenigstens aus dem echten Leben gegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: nein, ich werde weiterhin auf Mails sehr persönlich antworten, deren Verfasser mich schriftlich angelächelt hat. Es gibt schließlich auch Dallas-Fans...</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-12T22:40:40Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/885410/">
    <title>Übrigens ist heute auch ein guter Tag, irgendwie...</title>
    <link>http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/885410/</link>
    <description>Ich habe am Wochenende keine Mails empfangen (ich habe ja meinen PC neu eingerichtet, wie der aufmerksame Leser weiß). Heute morgen habe ich also zur Begrüßung gleich zwei neue interessante Mails bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendeine Frau, der ich wohl mal einen klugen Ratschlag bezüglich ihrer Lebenssituation gegeben habe hat mir geschrieben, dass ich mit meiner damaligen Aussicht auf den weiteren Verlauf ihrer Situation Recht behalten habe. Prima. Ich habe gerne Recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider weiss ich nicht mehr so genau, was ich gesagt habe und was bei dieser Frau eigentlich los war. Es war nur eine von diesen Personen, dei man nur mal schriftlich anlächeln muss und schon erzählt sie einem ihr persönliches Lebensschicksal, welches relativ leicht zu durchschauen ist, wenn man - so wie ich - &quot;Falcon Crest&quot; süchtig war und 3 Jahre lang Lindenstraßen-Junkie gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall meinte sie mir berichten zu müssen, dass sie wieder einmal eine unglückliche Affaire hinter sich hat. Worin die Tragik in diesem Fall lag habe ich - wie bereits erwähnt - vergessen. Aber ich werde ihr wohl freundlich zurückschreiben, dass das natürlich nicht schön ist, aber im Endeffekt sicherlich besser, als hätte sie von vorneherein den Kopf in den Sand gesteckt und die Möglichkeit einer positiven Erfahrung ignoriert. Ich glaube, ich habe ihr damals schon geraten zu genießen, was zu genießen ist, sich allerdings keine langfristigen Hoffnungen zu machen. Naja irgendsowas halt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Mail stammt von einem Kumpel aus Schulzeiten, den ich vor relativ kurzer Zeit sogar besucht habe. Er hatte mir damals schon erzählt, dass er plant seine Freundin zu heiraten und ich fürchte, den Termin hatte er mir damals schon genannt. Heute habe ich einen Link zu einer Webseite bekommen, die bisher nicht viel mehr enthält, als einen weiteren Link zu seinen Hochzeitsphotos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das drumherum sieht professionell aus. Bevor man das Menü sieht, in dem der Link zu den Photos verborgen ist, kann man sich sogar noch eine kleine Flashanimation ansehen, die einen darüber informiert, wie die beiden Webpagebesitzer mit Vornamen/Spitznamen heißen. Ich habe mich entschlossen, nicht über das Gästebuch zu gratulieren, sondern ihm in Ruhe eine längere Mail zu schreiben. Natürlich werde ich darin nicht mit klugen Ratschlägen sparen. Pessimistische Aussagen über die Ehe werde ich mir wohl sparen - ich möchte nicht irgendwann von ihm eine Mail bekommen, in der er mir mitteilt, dass ich damals Recht hatte. So gern habe ich dann auch wieder nicht Recht...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gratulieren werde ich ihm, mich entschuldigen, dass ich den Termin verschwitzt habe ein wenig über seine Homepage frotzeln und das sollte dann auch langen. Naja, eine Woche Verzögerung für Glückwünsche ist wohl noch tolerabel...</description>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 _Robin_</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-08T12:33:42Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/884770/">
    <title>Samstag war ein guter Tag</title>
    <link>http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/884770/</link>
    <description>Rückblickend gesehen würde ich sagen, dass er allein deswegen schon ein guter Tag war, weil man ihn getrost als Sommertag bezeichnen konnte, was ja auf viele der letzten - und auch auf den heutigen Tag - überhaupt nicht zutrifft. Heute morgen habe ich auf dem Weg zur Arbeit sogar meine Autoheizung angestellt. Grauenerregend. Aber ich zehre noch von Samstag...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin diese Woche irgendwann zu einer Mini-LAN-Session eingeladen und mein PC ist ca. doppelt so schwer wie ich (zugegebenermaßen ist das nur sein &quot;gefühltes&quot; Gewicht, aber darauf kommt es ja an) und so richtig schnell ist er auch nicht. Also habe ich beschlossen, dass ich einen Neuen brauche, bin Samstag losgefahren und habe mir einen Rechner in Schuhkartongröße gekauft. Samstag und Sonntag ist viel Zeit für die Installation draufgegangen, diese Woche wird ebensoviel Zeit für die Konfiguration draufgehen, aber das ist ja eine Arbeit, die man gerne auf sich nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das viel Bessere war aber mein erstes &quot;Abwerbungsgespräch&quot; am Samstag. Eigentlich dachte ich, ich hätte eine Verabredung für ein inoffizielles Bewerbungsgespräch, aber der Ablauf war dann völlig anders. Statt zu präsentieren, wer ich bin und zu erzählen, wieso ich der beste Mann der Welt für diesen Job bin, wurde versucht, mir die Stelle schmackhaft zu machen. Das war nicht nötig, denn ich kenne die Stelle und würde tätsächlich gerne dort anfangen. Also lief alles auf eine zweistündige Plauderei über den Job und die Firma hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt muss ich nur noch ein offizielles Bewerbungsgespräch (welches leider frühestens Ende dieser Woche stattfinden kann) erledigen und dann werde ich wohl einen neuen Arbeitsvertrag in den Fingern haben. Ich freue mich sehr darauf, meinem Chef die Kündigung zu überreichen. Hoffentlich fragt er mich, warum ich kündige - ich würde ihm liebend gern eine handvoll Beispiele aufzählen, wieso es mir absolut unmöglich ist, länger mit ihm zusammenzuarbeiten...</description>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 _Robin_</dc:rights>
    <dc:date>2005-08-08T08:33:47Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/846320/">
    <title>Leer und wirr</title>
    <link>http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/846320/</link>
    <description>In letzter Zeit merke ich, dass ich viel Zeit damit verbringe, einfach nur starr vor mich hin zu leben. Entweder passiert um mich herum nichts, oder ich reflektiere nicht viel. Da ich keinen Grund wüsste, warum die Welt sich so grundlegend verändert haben könnte, vermute ich, dass bei mir etwas passiert ist. Es könnte damit zusammenhängen, dass ich nun schon seit Wochen (vielleicht sogar Monaten?) nicht mehr 8 oder mehr Stunden am Stück geschlafen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlafentzug macht mich normalerweise redseelig und kreativ. Zumindest halte ich die Dinge, die ich übermüdet von mir gebe dann für außergewöhnlich, aber vermutlich ist das eine genauso zutreffende Selbsteinschätzung wie das Bildnis eines blendenden Unterhalters, dass ein Betrunkener von sich hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag abend habe ich mich verfahren. Samstag nachmittag habe ich ca. 1 Stunde länger im Auto gesessen als notwendig, weil ich &lt;u&gt;keinen&lt;/u&gt; Weg auf Anhieb gefunden habe. Was ich noch alles gemacht habe, ohne dass es mir aufgefallen ist, möchte ich gar nicht wissen. Samstag war ich schon froh, dass ich niemanden tot gefahren habe...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich also gestern meinen Schlafmangel für all das verantwortlich gemacht habe, habe ich beschlossen, ein arbeitnehmerverträglicheres Leben zu führen. Vorm Schlafengehen nocheinmal die Glatze und das Gesicht rasieren, duschen, noch ein Stündchen Fernsehen und dann wäre ich um spätestens 23:00 im Bett gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dummerweise hat mich ein Magenkneifen gepackt und ich musste noch für eine längere Sitzung auf Toilette. Während ich da sitze und leide klingelt mein Handy aus meiner Hosentasche. Ich habe mich darüber geärgert, dass ich es nicht außerhalb des Badezimmers liegengelassen habe, aber nun ist es schonmal hier und glücklicherweise ist die Videotelefonie ja noch nicht an der Tagesordnung. Also krame ich mein Handy heraus und sehe, dass es jemand ist, mit dem ich öfters mal kickern gehe. In der Hoffnung für Dienstag oder Mittwoch einen Termin ausmachen zu können bin ich dann doch an&apos;s Telefon gegangen. &quot;Hast du Lust heute noch zu Kickern?&quot; werde ich gefragt. Eigentlich wollte ich ja heute früh ins Bett. Eigentlich schmerzt ja auch noch mein Handgelenk. Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, mich innerhalb der nächsten Viertelstunde von meinem derzeitigen Sitzplatz fortzubewegen. &quot;JA KLAR!&quot; brüll ich ins Handy und sichere zu, innerhalb der nächsten Dreiviertelstunde bei ihm zu sein. Dann muss das Rasieren halt warten bis zum nächsten Morgen. Dann werde ich zwar etwas früher aufstehen müssen, aber sonst wäre ich diese Woche nicht mehr zum Kickern gekommen. Man muss Prioritäten setzen. Als ich ins Auto steige merke ich, dass es bereits 9:20 ist. Früh werde ich heute wohl nicht ins Bett kommen. Der Verkehr in München hält sich aber in Grenzen und ich kann locker eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60km/h erreichen. Dementsprechend schnell bin ich bei ihm und wir fahren weiter in den X Club.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aus München ist, sollte sich diese Kneipe übrigens ruhig mal ansehen. Die Musik ist nicht zu bestimmen, da dort wirklich jede Richtung gespielt wird. Alphabetisch sortiert: Disco, Hardrock, Jazz, Rock, Rockabilly. Alles in einer absolut kunterbunten Mischung, sodass man ahnt, dass der DJ entweder eine musikalische Pippi Langstrumpf ist, oder blind und taub oder auf einem Horrortrip. Eigentlich glaube ich aber, dass der DJ ghar nicht existiert, sondern nur ein Barkeeper dort steht, der die Musik als lästiges Beiwerk ansieht. Die Einrichtung besteht aus bequemen Sesseln und Sofas. DIe Fenster sind gegen jede Art von natürlichem Licht immunisiert, sodass es ein ziemlich dunkler Laden ist. Das allerbeste ist jedoch der Kicker: ein sauberer, gepflegter Tisch in einem separaten Raum. Neben dem Kicker steht eine Schale mit dem notwendigen Zubehör: ein Imbusschlüssel, ein Schraubendreher, Ersatzmännlein, Ersatzschrauben und Möbelpolitur. So lässt sich entspannt kickern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuhause war ich dann um 12, habe beschlossen, dass ich noch schnell duschen sollte und dann wohl noch ein wenig fernsehe. Naja - was soll ich sagen? Ins Bett bin ich dann um kurz vor zwei gegangen, aber ich bin mir sicher, heute werde ich vor zwölf in&apos;s Bett kommen. Und wenn nicht heute, dann morgen. Übermorgen wird da nichts draus, das weiß ich heute schon. Überübermorgen könnte es was werden, aber da müsste ich mich wieder zusammenreißen. Mal sehen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumindest bin ich zuversichtlich, das alles besser wird, wenn ich mehr schlafe. Und ich brauche dringend Schlaf.</description>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 _Robin_</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-19T11:23:49Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/821881/">
    <title>U-Bahn</title>
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    <description>Wie beruhigend, dass ich diesen Monat so häufig in London bin - teilweise mit Übernachtung. Mag sein, dass das mulmige Gefühl übertrieben ist, schließlich sind die Geschehnisse in der Londoner U-Bahn nun Vergangenheit. Jedoch wer sagt mir mit Sicherheit, dass das ein Einzelfall war?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedesmal wenn ich auf der Rolltreppe in einen dieser dunklen und engen Schächte hinabfahre, denke ich, was wohl passieren würde, wenn jetzt eine Panik ausbricht. Wie schnell könnte sich ein Feuer dort ausbreiten, wie ziellos Menschen übereinanderstolpern? Mein Puls steigt, ich werde unruhig, bis ich beschließe, diese Gedanken nicht weiterzudenken, weil ich sonst unter Umständen nie wieder eine U-Bahn-Station betreten möchte. Bin ich ein Angsthase, ein Pessimist oder ist es normal, sein Leben nicht zwangsweise auf unnatürliche Art beendet sehen zu wollen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augen zu und durch. Der Verdrängungsmechanismus lässt uns weiter funktionieren. Also fahre ich weiterhin die engen, tiefen Schächte neben hunderten von Fremden hinab und seufze nur ein klein wenig, wenn die Bahn wieder mal in einem der unzähligen Schächte steht, statt zu fahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Passieren tut nur anderen was. Man liest davon in Zeitungen [vornehmlich die, mit den großen Buchstaben und den vielen Bildern] oder hört es in Berichten. Wenn dieses Prinzip weiter so funktioniert, kann ich beruhigt weiterhin Flugzeuge besteigen, Achterbahn fahren, von amerikanischen Wolkenkratzern die Aussicht genießen und an asiatischen Stränden liegen. Ich kann sogar U-Bahn fahren. Nur nicht in London. Heute nicht. Morgen oder übermorgen wieder... vielleicht...</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2005-07-07T13:24:50Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/786852/">
    <title>Durch und durch durchschnittlich</title>
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    <description>Heute war ich unterwegs und habe mir Kleidung kaufen wollen. Eine helle Hose von mir gibt den Geist auf und so wollte ich für Nachschub sorgen. Nachdem mein Blick zuerst auf eine Reihe dunkelblauer Jeans gefallen war, fiel mir ein, dass eine helle Hose im Sommer vielleicht angenehmer zu tragen sei, als dunkle Hosen. Also habe ich mich einem Stapel mit hellen Hosen zugewandt und nach Hosen in meiner Größe gesucht. Bestimmt haben da vierzig Hosen der gleichen Sorte gelegen und nicht eine war in meiner Größe dabei. Ich bin von meiner ersten Theorie - dass &lt;i&gt;&lt;strong&gt;die&lt;/strong&gt;&lt;/i&gt; dadurch erreichen wollen, dass ich in eine teure Übergrößenabteilung gehen muss - abgerückt, weil meine Größe noch weit von Übergrößen entfernt ist und ich auch noch einige Hosen in größeren Größen gesehen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine nächste Theorie war dann wohl auch ein wenig paranoid: &lt;i&gt;&lt;strong&gt;die&lt;/strong&gt;&lt;/i&gt; wollen mich mobben und/oder verkaufen keine Hosen an Außerirdische wie mich. Na gut - das war zugegebenermaßen keine echte Theorie, sondern nur ein Denkansatz, den ich gleich wieder verworfen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine finale Schlußfolgerung war dann - und ich bin mir sicher, Sherlock Holmes wäre stolz auf mich - dass wenn alle Männer nackt und ohne Kopf durch die Gegend laufen würden, ich mich vermutlich nicht mal selber identifizieren könnte. Das würde nicht ausschließlich daran scheitern, dass auch ich keinen Kopf hätte, sondern auch daran, dass wohl 50% der Leute die gleiche Konfektionsgröße haben, wie ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Hemden ging es mir genauso: &quot;1 Hemd 15 Euro, 2 Hemden 25 Euro. Sie sparen 5 Euro!&quot; Sparen ist gut. Wenn ich irgendwo sparen kann, dann bin ich mit dabei. (jajaja &quot;Papa Ante Portas&quot; lässt grüßen, ich weiß...) Bei den Hemden war ein schickes Dunkelblaues dabei. Und von den 30 Stück die dort hingen, waren sogar 2 in meiner Größe dabei, das sind immerhin sieben Prozent. Ein zweites Hemd in der gleichen Farbe wollte ich mir aber nicht kaufen. Nicht, dass ich mir nicht vorstellen könnte, den Schrank mit 10 komplett identischen Garnituren vollhängen zu haben - ich wäre dafür genau der Typ - aber so weit ist es mit mir noch nicht gekommen. Mein Blick fiel auf ein sandfarbenes Hemd (heißt das &quot;sandfarben&quot;? Ocker ist ein anderer Ton, aber ich bin mir sicher, dafür gibt es ein ebenso schickes Wort). Von diesen schicken Dingern war genau noch eines übrig, welches natürlich nicht meine Größe hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wieder: wenn alle Männer nackt und ohne Kopf herumliefen...</description>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 _Robin_</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-23T00:55:44Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/764722/">
    <title>Frauen!</title>
    <link>http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/764722/</link>
    <description>Kürzlich kam ich mit einem Kollegen aus der Mitagspause zurück in&apos;s Büro und mein Kollege wurde von der Sekretärin mit der knappen Bemerkung empfangen, dass seine Frau gerade angerufen habe und er sofort nach Hause kommen solle, da sein Sohn  einen Unfall gehabt habe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe sie noch gefragt, ob die Frau nicht noch ein wenig mehr erzählt hat. &quot;Nein, nur dass er sofort nach Hause kommen soll, weil sein Sohn einen Unfall gehabt hat.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Kollege ist dann auch sofort abgezogen, aber ich habe mich dann noch darüber aufgeregt, wie man einen Menschen mit einer derart schwammigen Aussage zurücklassen kann. Immerhin kann das ja alles zwischen einem verstauchten Ringfinger und einer Querschnittslähmung sein...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glücklicherweise hatte der Kleine sich nur eine stark blutende Schramme am Hinterkopf zugezogen, aber ein solcher Anruf für mich würde Mordsgelüste in mir hervorrufen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben war ich bei einem Elternabend in dem Hort, in den mein Sohn demnächst geht. Offensichtlich scheint es eine druchgängige Methodik in der Kinderbetreuung zu sein, dass man den Kindern eine engstirnige Kampfplauderin und eine geistig zurückgebliebene, ältere Dame vorsetzt. Die beiden hatten beschlossen, den Abend abwechselnd zu gestalten. Allerdings vermute ich, dass die junge Dominate dies für beide beschlossen hat. Es war auch nur scheinbar so, nachdem die Dumpfgeistige ein paar Wörter fallengelassen hatte wurde sie von der Jüngeren wieder unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Elternabend zog sich etwas mehr als eine Stunde. Wäre jede Information nur einmal gegeben worden, wäre alles nach 20 Minuten vorbei gewesen. Aber die Damen hatten die Informationen alle einzeln abfragen wollen. Mit einer persönlichen Ansprache lassen sich solche Dinge wahrscheinlich viel besser verarbeiten...</description>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 _Robin_</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-14T19:51:34Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/733312/">
    <title>Zeitmaschinen, Brüder und Erfolg</title>
    <link>http://slowmotiongroschen.twoday.net/stories/733312/</link>
    <description>Zeitmaschinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztes Wochenende war ich in meiner Heimatstadt und habe ein (Punk-)Konzert besucht. Schon die Fahrt in die Region hat mich mit Heimatgefühlen überschwemmt. Es ist eine Landschaft, die von weiten Feldern und einem unbeschränktem Horizont geprägt ist. Wenn man hier in München ein wenig Landschaft genießen möchte, versperren einem früher oder später Berge oder Hügel die Sicht. Diesen Blick ins Endlose, bei dem einem sofort klar wird, dass die Erde eine Kugel sein muss(!) kann man in Bayern gar nicht entwickeln. Alles endet hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich in dem Saal, in dem das Konzert stattfindet eintreffe, erlebe ich den kompletten Zeitschlag: bunt angezogene Jugendliche, die mehr Zeit im Bad verbringen, als die von ihnen abfällig als &quot;Popper&quot; bezeichneten Jugendlichen. Am meisten fällt mir ein Jüngling auf, dessen Frisur mich an Cruella de Ville aus dem Zeichentrickfilm 101 Dalmatiner erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich mich so umsehe stelle ich fest, dass sehr viele Leute aus dieser Szene ihr Haarproblem auf die gleiche unkreative, radikale Weise gelöst haben, wie ich. Offensichtlich haben wir uns in unserer Jugendzeit schon genug an unseren Haaren vergangen, als dass wir jetzt noch Lust haben diesen Aufwand weiter zu treiben. Man wird nun mal alt und müde. Schlimm genug, dass wir als Jugendliche genau so lange für unsere Frisur gebraucht haben, wie unsere Freundinnen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich gestehe: ich hatte in meiner Jugendzeit eine Haarsprayperiode. Und die hatte sogar eine ganz besondere Komponente: ich hatte als 15 jähriger mal ein sehr kurzes, für mich ziemlich überraschendes, zärtliches Zwischenspiel mit einem Landpummelchen, das ich damals in einer Jugendherberge in München kennengelernt hatte. Ich wusste schon kurze Zeit später nicht mehr wie sie ausgesehen hat (und als ich sie gut zwei Jahre später wiedersah wurde mir klar, dass ich das &lt;strong&gt;zu keinem Zeitpunkt&lt;/strong&gt; realisiert hatte!) Bald nach diesen netten ein bis zwei Stündchen hatte ich eine Frisur, die Haarspray erfordert hat und der Geruch dieses Haarsprays rief mir immer wieder die Erinnerung an diesen Abend wach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brüder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bruder eines alten Bekannten: er sieht ihm zum verwechseln ähnlich. Ich hatte Lust zu ihm zu gehen und ihn auf alte Zeiten anzusprechen. Wer einer mir bekannten Person &lt;strong&gt;so&lt;/strong&gt; ähnlich sieht, muss doch auch über die alten Zeiten bescheid wissen &quot;Hey und weißt du noch als damals, Kalle, Tobias, und Daniel und Jürgen B. bei dir geschlafen haben  und Daniel dir das ganze Treppenhaus vollgereiert hat? Jürgen hat dann angefangen herumzumeckern &apos;VERDAMMT! Immer besäuft der sich, kotzt alles voll und ich muss das dann wegmachen!&apos; Und weißt du noch, wie wir ihn dann anschließend in die Badewanne befördert haben und Tobias die ganze Zeit panisch um uns herumgesprungen ist &apos;Wir müssen einen Krankenwagen rufen! Der hat eine Alkoholvergiftung! Wir müssen einen Krankenwagen rufen!&apos; Und du angst hattest, dass das die Nachbarn mitbekommen und er deswegen einfach von uns in der Dusche unter kaltes Wasser gezwungen wurde?&apos;&quot;&lt;br /&gt;
Natürlich weiß er nichts davon, denn er ist ja der kleine Bruder und war damals mit seinen Eltern im Urlaub. Aber er sieht seinem großen Bruder halt so unglaublich ähnlich.&lt;br /&gt;
Später ist dann sogar auch noch einer der B.-Brüder aufgetaucht. Allerdings wusste ich nicht, ob es Jürgen oder Daniel war. Mit Jürgen bin ich damals besser ausgekommen, aber der ist dann später sehr ins Esoterische abgedriftet. Als er dann angefangen hat, alle Menschen mit einem liebevollen, aber mitleidigen Blick anzulächeln - wir sind ja immerhin alle eins, nur hat das noch niemand außer ihm und seinem Guru verstanden - wurde er mir dann doch zu unheimlich. Der B.-Bruder, den ich beim Konzert gesehen habe, hatte eine Jesus-Frisur, wie damals Daniel schon eine hatte, aber er hatte auch dieses &apos;schade, dass ihr noch nicht so erleuchtet seid, wie ich, aber ich liebe euch trotzdem alle&apos;-Lächeln... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alter Bekannter meines Bruders, der mich seiner Freundin prompt als &quot;der kleine J.&quot; vorstellt: ein Bild, dass mir von den großen, bewunderungswürdigen Freunden meines Bruders immer schon vermittelt wurde - &quot;der kleine J.&quot;. Und alles nur, weil mein Bruder so einen Allerweltsnamen hat. Jeder der einen solchen Namen trägt, wird doch während seiner Schulzeit mit dem Nachnamen oder irgendeinem Spitznamen angeredet. Mein Bruder war für alle nur &quot;der J.&quot;, demzufolge war ich der Einfachheit halber immer &quot;der kleine J.&quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolg - trotzdem!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein Konzert zum 25jährigen Bestehen und die Vorband, existiert vermutlich beinahe genauso lang. Sie sind sogar recht bekannt. Als sie ihr Stück beginnen bricht nach wenigen Tönen die Musik ab und der Gitarrist ruft &quot;Ey, scheiße! Kannste mir mal die Akkorde sagen?&quot;. Und dann zeigt sich, dass man keine Musikschule besucht haben muss, um ein erfolgreicher Musiker zu werden: &quot;Klar! Zuerst ganz unten, dann da beim Punkt und dann hier oben&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste Konzertbesucher ist 12 Jahre alt und hat den Konzertbesuch als Geburtstagsgeschenk von seinem Vater bekommen. Ich sehe als ich hereinkomme, dass hinter mir an der Kasse jemand mit seiner Frau und seinem Kind steht. Wir mustern und kurz und ich denke mir, dass er mir bekannt vorkommt, aber doch eigentlich ein wenig größer sein  müsste. Drinnen kreuzen sich unsere Blicke noch einige male und ich denke mir, dass ich ihn wohl doch schon einmal gesehen habe: er sieht so aus, wie jemand, der mal bei uns um die Ecke gewohnt hat. Jemand, mit dem mein Bruder früher manchmal spielte. Irgendwann steuert er den Ausgang an und ich fange ihn ab, als er wieder in den Saal kommt: &quot;Du heißt doch Bernd, oder?&quot; &quot;Richtig, dann bist du also doch der kleine J.!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das aller, aller Wichtigste habe ich versäumt: als der Gitarrist der Band für 5 Minuten neben mir stand, habe ich mich ihm nicht zu Füßen geworfen und ihn darum angefleht, dass sie doch demnächst mal wieder in München, zumindest aber in Bayern spielen sollen.</description>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 _Robin_</dc:rights>
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    <title>Werbeterror</title>
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&lt;br /&gt;
Da werden also demnächst die Blinden von den Schaufenstern her angeschrien. Persönlich angeschrien sogar. Nachdem die Aktion noch auf freiwilliger Basis abläuft, müssen sich die Armen noch nicht davor fürchten permanent angeblökt zu werden: &quot;Hallo Herr Meier, schön Sie wiederzusehen! Beachten Sie unsere Schafensterauslage mit der neuesten Sommerkollektion! Die kräftigen Farben würden Ihnen gut zu Gesicht stehen!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag wohl passieren, wenn mehrere Blinde gemeinsam einen Einkaufsbummel machen? Legt dann der Lautsprecher los und lässt einen Kanon ab?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich mache ich mir auch aus rein egoistischen Gründen Gedanken. Ich stelle mir vor, wie ich durch eine Einkaufszone schlendere, den Blinden vor dem Sexshop nicht bemerke und auf einmal die Stimme losplärrt: &quot;Wunderschönen guten Morgen Herr Huber! Dürfen wir Ihnen unser reichhaltiges Sortiment an Analvibratoren empfehlen?&quot; Es wäre mir mörderisch peinlich und ich würde sofort &quot;ICH BIN NICHT BLIND, EHRlICH!&quot; brüllen...</description>
    <dc:creator>_Robin_</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 _Robin_</dc:rights>
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    <title>Lügner</title>
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    <description>Es ist Winter geworden. Innerhalb einer Viertelstunde ist der Himmel heruntergefallen. Dicke weiße Hagelkörner liegen noch immer draußen auf dem Boden. Alles war weiß, selbst die Luft. Der Wind bog die Bäume und entriss ihnen Blätter. Meine Fenster hätte ich letzte Woche nicht zu putzen brauchen, das Wasser lief in Strömen an ihnen herab.&lt;br /&gt;
Und jetzt erklär mir einer, wieso diese bescheuerte Wetteranzeige rechter Hand die ganze Zeit sonnige 24 Grad anzeigte. Das Internet lügt.</description>
    <dc:creator>Fienchen K.</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 Fienchen K.</dc:rights>
    <dc:date>2005-05-21T18:09:46Z</dc:date>
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